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Fachbegriffe Biologie - Themenbereich Genetik:

Allel (allelomorph):
Allel ist die Kurzform für allelomorph und steht für die Zustandsform eines Gens (für die durch Mutation der Erbsubstanz verursachten Variationen), in der ein bestimmtes Gen in einer Spezies vorkommt.Die meisten Allele stellen nur geringfügige Änderungen von Genen dar, und beeinträchtigen meist nicht die Überlebensfähigkeit der Spezies.
Die Allele können aber bei Änderung des Lebensraums Grundlage für Neuanpassungen und damit die Überlebensfähigkeit einer Art sein. Die Genvariabilität ist das Grundprinzip der Evolution und die Allelvielfalt die Ursache für die individuellen Unterschiede innerhalb einer Art. 
Dabei unterscheiden sich sie Allele in der Basenfrequenz, aus dem dann ein verändertes Polypeptid oder Protein mit veränderter Funktion entsteht. 
 

Chromosom:
Chromosome sind:

  • Das zirkuläre DNS-Molekül in Prokaryoten, das meist die ganze genetische Information der Zelle trägt.
  • Das spiralisierte und superspiralisierte Chromatin bei Eukaryoten mit einem Teil der kernständigen Gene (Gene sind auf einem Chromosom lokalisiert) in linearer Anordnung.
Während der genetisch aktiven Phase des Zellzyklus (DNS wird transkribiert) liegen die Chromosomen in dekondensierten, entspiralisierten Zustand als Chromatinfäden im Kern vor (sog. G1-Phase). Die Länge von Chromosomen kann einige Mikrometer betragen. So enthält beispielsweise das größte Chromsom im Menschen etwa 250 Mio. Basenpaar (Chromosom Nr. 2)
 

Desoxyribonukleinsäure (DNS):
Die DNS besteht aus vielen Nukleotidpaaren, die über ein Poly-Zucker-Phosphat-Gerüst verbunden sind. Die DNS ist dabei die Basis der Erbmerkmale und enthält Informationen für die Synthese von Proteinen.
(Genauer: Die Nukleotidpaare bilden eine wendeltreppenartige Struktur, die über das Poly-Zucker-Phosphat-Gerüst verbunden sind, von dieser Struktur stehen die Basen, Purine und Pyrimidine nach innen ab. Das Poly-Zucker-Phosphat-Gerüst wird durch das Phosphoratom und des nachfolgenden Desoxyribiosemoleküls (Bindung an C-Atom3 und C-Atom5) gebildet, die Basen sind am C-Atom1 gebunden).
Nach dem Watson-Crick-Modell formt die DNS eine Doppelhelix, deren Einzelstränge durch Wasserstoffbrücken zwischen den spezifischen Basenpaarungen (A=T;G =C) zusammengahlten werden. Jeder Strang ist komplementär zum anderen Strang bezüglich seiner Basensequenz, da durch die spezifischen Basenpaarungen ein Strang stets als exaktes Negativ des anderen Stranges zu sehen ist. Beide Stränge einer Doppelhelix sind wegen der 5´-3´-Verknüpfung des Phosphors antparallel und bilden eine rechtsgewundene Helix. 
Nach den Chargaff-Regeln sind in der DNS jeder Spezies gleich viele Adenin- wie Thyminmoleküle vorhanden und gleichviel Guanin wie Cytosin. Zudem ist die Zahl der Purine (A + G) gleich der Zahl der Pyrimidine (T + C) und erklärt damit die Komplementarität der beiden Stränge der Doppelhelix. 

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