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Diabetes - aus der Reihe "Volkskrankheiten"

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Allgemeines über Diabetes:
Diabetes gilt neben Osteoporose, Arthrose und Herpes als eine Volkskrankheit. So werden geschätzt jedes Jahr 300.000 Personen mit Typ-2-Diabetes diagonstiziert. Hauptsächlich sind drei Diabetesformen bekannt nämlich Diabetes mellitus, Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. In Deutschland ist der Typ-2-Diabetes weit verbreitet mit fast 10 Millionen Diabetikern. 

Beim Umgang mit Diabetes ist es wichtig, sich Informationen über die "Erkrankung" zu verschaffen, so ist der Typ-2-Diabetes im eigentlichen Sinne keine Krankheit, sondern eine Stoffwechselstörung durch falsche Lebensweise hervorgerufen wird. Typ-1-Diabetes gilt als klassische Krankheit, da diese Erkrankung ein Leben lang mit Medikamenten (Insulin) behandelt werden muß.
 

Formen von Diabetes:
Über Diabetes sind viele "Halbwahrheiten" in Umlauf, deswegen soll hier kurz auf die Formen von Diabetes eingegangen werden.Überbezeichnung für Diabetes ist Diabetes mellitus (gleichbedeutend mit dem Auftreten von zu hohem Blutzucker, Überzuckerung oder Hyperglykämie). Der Diabetes mellitus wird dabei in mehrere (in der Regel in vier) Diabetesformen unterteilt:

  • Typ-1-Diabetes (mellitus): Dieser Diabetestyp tritt bevorzugt im Kindes- und Jugendalter auf, kann aber auch im Erwachsenenalter auftreten. Begünstigt wird diese Diabetestyp durch Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) durch einen Autoimmunprozess.
  • Typ-2-Diabetes (mellitus):  so ist der Typ-2-Diabetes im eigentlichen Sinne keine Krankheit, sondern eine Stoffwechselstörung durch falsche Lebensweise hervorgerufen wird. Typ-1-Diabetes gilt als klassische Krankheit, da diese Erkrankung ein Leben lang mit Medikamenten (Insulin) behandelt werden muß.
  • Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes): Dieser Diabetestyp wird verursacht durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel der Mutter während der Schwangerschaft.
  • Sonstige Diabetesformen: Eine dieser Diabetesformen wird ausgelöst durch genetische Defekte der Betazellen oder der Insulinsekretion. Diabetes kann aber auch durch Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) begünstigt werden. Eine weitere Diabetes wird durch Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) oder durch Schleimretention (zystische Fibrose bzw. Mukoviszidose) verursacht. Darüber hinaus gibt es noch die Diabetesform durch Hormonstörungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion)


Ursachen von Diabetes:
Bei der Verbreitung von Diabetes findet sich hauptsächlich der Typ-1 und Typ-2-Diabetes. Beide Formen lassen sich der Überklasse "Diabetes mellitus" zuordnen. Alleine aus der Bezeichnung ist ersichtlich, dass beiden Diabetestypen eine nachlassende Insulinproduktion gemeinsam ist.

  • Typ-1-Diabetes: Bei diesem Diabetestyp handelt es sich um eine polygene Erkrankung ist, d.h. an der Erkankung sind viele verschiedene Gene beteiligt, weswegen die Entstehung dieser Erkrankung noch nicht vollständig geklärt ist (so sind mehr als 20 krankheitsrelevante Genorte bekannt). Wie bereits erwähnt, wird diese Diabetestyp durch Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) durch einen Autoimmunprozess begünstigt. Durch die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen kann keine Glukose mehr in die Zellen gelangen, da der Botenstoff Insulin fehlt, wodurch als Folge der Blutzucker steigt.
  • Typ-2-Diabetes: Dieser Typ wird ebenfalls durch mehrere Ursachen begünstigt. Nachgewiese Ursache sind die Erbanlage, Übergewicht und Bewegungsmangel, Unempfindlichkeit gegenüber Insulin, eine gestörte Insulinausschüttung und/oder eine gestörte Produktion bestimmter Darmhormone (das Darmhormon GLP-1 (Glucagon-Like-Peptide-1) sorgt normalerweise dafür, dass im Organismus angemessen Kohlenhydraten aufgenommen werden, eine gestörte Produktion von GLP-1 kann daher den Stoffwechsel beeinflussen und den Typ-2-Diabetes begünstigen).
  • Gestationsdiabetes: Dieser Diabetestyp wird durch Hormonveränderungen während der Schwangerschaft begünstigt und führt zu erhöhtem Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft.
Symptome von Diabetes:
Auch bei den Symptomen unterscheiden sich die beiden Hauttdiabetesformen, so werden die Symptome wie starker Harndrang, Durst und Müdigkeit bei Typ-1-Diabetes sehr schnell auffällig. Beim Typ-2-Diabetes ist es schwieriger die Symptome zu erkennen, sie treten meist schleichend, so dass sie von den Betroffenen nicht wahrgenommen werden. Damit der Typ-2-Diabetes sicher diagnostiziert werden kann, wird hauptsächlich der Blutzucker untersucht. Dabei gibt es vier Größen, nach denen man sich richten kann:
  • HbA1c-Wert:  HbA1c (Glykohämoglobin) ist eine Bezeichnung für den Farbstoff der roten Blutkörperchen, der sich mit Zucker untrennbar verbunden hat. Eine Diabetesform  liegt vor, wenn der HbA1c-Wert über 6,5 % bzw. 48 mmol/mol liegt.
  • Glukostoleranztest: Bei dem Glukosetoleranztest (auch als Zuckerbelastungstest bezeichnet) wird eine Flüssigkeit, die 75 g Zucker enthält, getrunken. Zwei Stunden nach der Aufnahme wird der Blutzucker gemessen, beträgt dabei der Bluzucker nach zwei Stunden mehr als 11,1 mmol/l, liegt in der Regel eine Form von Diabetes vor.
  • Nüchternblutzucker: Bei diesem Test wird morgens vor dem Frühstück der Blutzuker bestimmt. Liegt der Wert der Blutzuckerwert über 7,0 mmol/l liegt in der Regel eine Diabetesform vor.


Vorbeugung gegen Diabetes:
Da der Typ-2-Diabetes mit 90% die verbreitetste Diabetesform ist, soll nur auf diesen Typ eingegangen werden. Vorbeugen gegen Ausbruch eines Typ-2-Diabetes lässt sich durch eine gesunde Lebensweise hinauszögern oder sogar ganz verhindern. So belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass das Diabetes-Risiko durch eine Ernährungsform, die ausreichend Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette enthält, gesenkt werden kann. Im Allgemeinen werden bei einer Anamnese folgende Fragen gestellt:

  • Ist innerhalb der Famile jemals eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) festgestellt worden?  So kann ein erhöhtes Diabetes-Risiko vorliegen, wenn leibliche Verwandte an einem Typ-2-Diabetes erkrankt sind oder waren.
  • Alter? Dies liegt daran, dass das Diabetes-Risiko mit zunehmendem Alter asteigt, so tritt bei Personen unter 40 Jahren der Typ-2-Diabetes sehr selten auf.
  • Ernährung? Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass wenn viel Fett im Bauchbereich eingelagert ist, dass  Typ-2-Diabetes-Risiko ansteigt. So erhöht der Verzehr von Fleisch das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Ebenfalls ist Rauchen mit einem erhöhten Typ-2-Diabetes-Risiko verbunden.Im Gegensatz zum steigenden Risiko der Erkrankung weisen viele Studien darauf hin, dass Vollkornprodukte, sowie ein gemäßigter Kaffeekonsum das Typ-2-Diabetes-Risiko senken.
Behandlung bei Diabetes:
  • Typ-1-Diabetes: Bei diesem Diabetestyp lässt die körpereigene Insulinproduktion zunehmend nach. Ziel der Behandlung ist es, das fehlende Insulin zu ersetzen. Da Insulin ein Eiweiß ist, kann es nicht als Tablette oder Flüssigkeit geschluckt werde, da die Magensäure das Insulinmolekül spalten bzw. zerstören würde. Daher muss das Insulin ins Unterhautfettgewebe gespritzt werden. Hierbei gibt es zwei Behandlungsmethoden die intensivierte Insulintherapie (bei dieser Therapie spritzt sich der Patient mit einem Insulinpen oder einer Einmalspritze ein- oder mehrmals täglich ein Verzögerungsinsulin oder langwirkendes Insulinanalogon) und die Insulinpumpentherapie (bei einer Insulinpumpentherapie wird kein Verzögerungsinsulin wie bei der intensivierten Therapie verwendet, sondern nur ein kurzwirkendes Insulin bzw. Insulinanalogon. Dabei wird kontinuierlich durch die Insulinpumpe Insulin mit einem kleinen Motor ins Unterhautfettgewebe abgegeben)
  • Typ-2-Diabetes: Beim Typ-2-Diabetes wird im Gegensatz zu Typ-1 noch viele Jahre nach der Erkrankung noch Insulin produziert, dass aber im Laufe der Erkrankung  immer mehr nachlässt. Die Therapie des Typ-2-Diabetes besteht nach in Ernährungsumstellung und Bewegung und zusätzlich dergänzende Therapie mit oralen Antidiabetika wie, Alpha-Glukosidase-Hemmer, Biguanide, Glitazone, GLP-1-Rezeptor-Agonisten, DPP-4-Hemmer, Sulfonylharnstoffe und SGLT-2-Hemmer.

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