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Der Aufbau von Pflanzenblätter

 

Allgemeines:
Auch wenn die Form von Blättern sich von Pflanze zu Pflanze unterscheidet, sind der Aufbau der Blätter und deren Funkionen gleich. Die beiden Funktionen von Blättern sind die Photosynthese und die Transpiration. Im Rahmen des Biologieunterrichts unterscheidet man das Schattenblatt und Sonnenblatt, obwohl beide Blattarten einen ähnlichen Aufbau zeigen. Der Unterschied liegt in der unterschiedlichen Anzahl von Zellschichten im Palisadengewebe.

 

Der Aufbau von Pflanzenblätter:

Damit die Beleuchtungsstärke bei der Photosynthese sinnvoll genutzt werden kann, verfügen Pflanzenblätter meist über eine große Oberfläche und befinden sich meist senkrecht zum Lichteinfall.

Das Pflanzenblatt wird auf beiden Seiten (oben und unten) von einer Zellschicht umgeben. 

Diese Zellschicht (auch als Kutikula bezeichnet), dient als Schutzschicht, um die Pflanze vor Wasserverlust zu schützen. Die Katikula besteht aus einer für Wasser und Gase schwer durchlässigen Zellschicht. In der Katikula der Blattunterseite befinden sich die sogenannten Spaltöffnungen (auch als Stomata bezeichnet).

Die Spaltöffnungen oder Stomata befinden sich auf der Blattunterseite und regeln die "Transpiration" und den Gasaustausch. Sind die Stomata geöffnet, können Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf ausgetauscht werden. Kohlenstoffdioxid kann (aus der Luft) nur bei geöffneten Spaltöffnugen in das Blattinnere gelangen.

Unter der Katikula befindet sich die Epidermis. Es handelt sich bei der Epidermis um eine einlagige Zellschicht, die verdickt sind und die einzelnen Zellwände dicht aneinander schließen. Dieser Aufbau verleiht dem Blatt eine (mechanische) Stabilität. Die Epidermis enthält keine Chloroplasten und nimmt daher nicht am Photosyntheseprozess teil. Die Epidermis (sowohl auf der Blattoberseite als auch Blattunterseite) ist durchsichtig und sorgt dafür, dass das Licht das (unter der Epidermis) liegende Palisadengewebe erreicht.

Betrachtet man einen Blattquerschnitt in einem Mikroskop, fallen sofort die senkrecht zu Blattoberfläche stehenden zylindrischen Zellen auf. Bei dieser "Zellschicht" handelt es sich um das Palisadengewebe. Der Name Palisadengewebe stammt daher, da die Zellen wie eine Palisadenwand nacheinander aufgereiht sind. Je nach Pflanzenart kann das Palisadengewebe einlagig oder mehrlagig sind. Im Palisadengewebe befinden sich mehr als 80% der Chloroplasten eines Pflanzenblattes, daher ist das Palisadengewebe der Ort der Photosynthese.

Bei der Betrachtung des Blattquerschnitts fällt auch eine Zellschicht auf, die unregelmäßig geformt ist und zahlreiche Zwischenräume zeigt. Bei dieser Schicht handelt es sich um das Schwammgewebe. Das Schwammgewebe liegt unterhalb des Palisadengewebes und steht mit den Spaltöffnungen der unteren Epidermis "in Kontakt". Der Name Schwammgewebe stammt daher, dass diese Zellschicht unregelmäßige Zellformen zeigt und zwischen den Zellen zahlreiche Zwischenräume erkennbar sind (die Zwischenräume werden auch als Interzellulare bezeichnet) und so wie ein Schwamm aussieht.Das Schwammgewebe enthält durchschnittlich nur 20% der Chloroplasten, daher ist die Hauptaufgabe des Schwammgewebes nicht die Photosynthese, sondern der Gasaustausch über die Spaltöffnungen (den Stomata). Die Zellzwischenräume dienen dabei als Gasspeicher und stehen auch (über die Stomata) mit der "Außenwelt" in Kontakt, so das ein Gasaustausch Sauerstoff / Kohlenstoffdioxid stattfinden kann.

Im Mikroskop erkennt man bei genauerer Betrachtung noch weitere "Zellbestandteile". So ziehen sich die sogenannten "Blattleitbündel" wie Adern durch das Palisaden- und Schwammgewebe. Ähnlich wie bei den menschlichen Blutbahnen versorgen die Blattleitbündel das Blatt mit Wasser und Nährstoffen. Die Leitbündel sind auch dafür verantwortlich, dass die Glucose bzw. Stärke (die Photosyntheseprodukte) in den Pflanzenstamm und Pflanzenwurzel transportiert werden, wo diese Stoffe gespeichert werden.

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