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Atommodell von Bohr

Das Atommodell von Bohr ist das Atommodell, dass bevorzugt im Chemie-Unterricht verwendet wird. Mit Hilfe des Atommodells von Bohr lässt sich beispielsweise die Zahl der Valenzelektronen bestimmen. Das Atommodell von Bohr baut auf den bisherigen Atommodellen (beispielsweise das Atommodell von Rutherford auf).

Zur Erinnerung Rutherford stellte in seinem "Kern-Hülle" Modell fest, dass der Atomkern positiv geladen und die Elektronen in der Atomhülle negativ geladen sind. Zudem ist das Atom nahezu leer, fast die gesamte Masse ist im Atomkern konzentriert.

Bohr erkannte aber, dass sich positive und negative Ladungen gegenseitig anziehen, und so müssten die Elektronen und Protonen irgendwann zusammenstoßen. So entwickelte er das bisherige Atommodell von Rutherford weiter.

Seine Lösung: Die Elektronen bewegen sich auf Kreisbahnen um den Kern. Dabei sind die Anziehungskräfte so groß wie die Fliehkraft, welche durch die Kreisbewegung zustande kommt, so dass die Elektronen nur ganz bestimmte Energiezustände einnehmen können (das bedeutet, dass jedes Elektron in der Atomhülle nur einen ganz bestimmten Abstände vom Atomkern einnimmt). So entstand das Atommodell von Bohr.



Die Modellvorstellung eines Atoms nach Bohr

Auch für das Bohrsche Atommodell gilt, dass das Atom das kleinste Teilchen, dass durch chemische Prozesse nicht weiter geteilt werden kann. Analog zum Atommodell von Rutherford, besteht ein Atom aus dem Atomkern (in dem sich die positiv geladenen Protonen befinden und der Atomhülle (in der sich die negativ geladenen Elektronen befinden).

Im Atomkern befinden sich die positiv geladenen Protonen, deren Zahl aus dem Periodensystem der Elemente abgelesen werden kann. Die Zahl der Protonen (im Atomkern) eines bestimmten Elements entspricht der Ordnungszahl im Periodensystem.

Die Atomhülle enthält die negativ geladenen Elektronen, welche sich auf bestimmten „Bahnen“ um den Atomkern bewegen. Jede dieser Bahnen kann nur eine bestimmte Anzahl von Elektronen aufnehmen. Die maximale Anzahl an Elektronen, die sich in einer bestimmten Bahn "aufhalten" beträgt nach dem Bohrschen Atommodell "2n²".

Ordnet man nun jedes Elektron in der Atomhülle ein, so wird jedem Elektron ein möglichst niedriges Energieniveau (= Bahn) zugeordnet.  Jede Bahn wird mit einer Zahl 1, 2, 3, 4,... "bezeichnet", und kann 2n²-Elektronen "aufnehmen"


Kurzfassung des Bohrschen Atommodells: Das Atom besteht aus einem winzigen, positive geladenen Kern und einer riesigen, nahezu massefrei und mit Elektronen befüllte Atomhülle. Die Elektronen eines Atoms befinden sich in der Atomhülle in genau definierten Energiestufen ("Bahnen"). Die max. Zahl an Elektronen in jeder Schale beträgt 2n2.

Aber auch das Bohrsche Atommodell steht in vielen Punkten im Widerspruch zu einigen Messungen, so dass das es ebenfalls weiter entwickelt wurde. 

weiter: Orbitalmodell