Suchfunktion


 
 

Navigation

Trainingsaufgaben Chemie

Inhaltsverzeichnis
Chemie

Inhaltsverzeichnis
allgemeine Chemie

Allgemeines zur Benennung von Molekülen



 

Benennung von binären Verbindungen (ohne Kohlenwasserstoffe)

Zu den Lerninhalten im Fach Chemie gehört nicht nur das Bedienen von chemischen Apparaturen, sodern auch das Erstellen von chemischen Formeln und chemischen Gleichungen. Die Grundlage zum Aufstellen einer chemischen Formel ist die Verwendung von Elementsymbolen (die Grundstoffe der Chemie).

Dabei werden im Periodensystem bzw. genauso wie in der Formelschreibweise, alle Elemente bzw. Verbindungen mit Kürzeln, den sog. Elementsymbolen, angegeben; so steht z.B.  für Natrium das Symbol Na und  für Kohlenstoff das Symbol C. In diesem Kapitel wird erklärt, wie man binäre Verbindungen (zwei verschiedene Atomsorten) benennt, organische Kohlenwasserstoffe werden in diesem Kapitel nicht betrachtet (siehe hierzu die Kapitel in der Organischen Chemie)

Benennung binärer (anorganischer) Verbindungen

Im Rahmen des beginnenden Chemieunterrichts erlernt man die Benennung von binären (anorganischen) Verbindungen, diese sind noch relativ einfach zu benennen. Das (Lern-) Ziel hierbei ist, eine gegebene chemische Formel in eine korrekte Bezeichnung zu übersetzen bzw. umgekehrt. So lautet beispielsweise die chemische Formel für Kohlenstoffmonoxid CO, die Bezeichnung für die chemische Formel HCl lautet Wasserstoffchlorid.

Bevor wir uns mit der Benennung von binären Verbindungen, einleitend deren Definition: Binäre Verbindungen setzen sich aus zwei verschiedenen Elementen (Atomsorten) zusammen und haben die allgemeine Formel AxBy. Dabei bedeutet die chemische FormelAxBy, dass die Verbindung aus x-mal A-Atomen und y-mal B-Atomen besteht.

Benennung binärer Salze (Typ: AB)

Mit der Benennung binäre Salze beginnt der Chemieunterricht zumeist. Dies gilt für Verbindungen, die aus zwei Atomsorten aufgebaut wird, wobei jeweils ein Element ein Metall und ein Nichtmetall ist. Liegt eine solche Verbindung vor,  so  steht  das (Elementsymbol) des Metalls  an  erster  Stelle.  Der  Name  des  Metalls  bleibt  in  Bezeichnung der  Verbindung  unverändert (z.B. Natrium).  An  den  Namen  des  Nichtmetalls  (bzw. deren Grundwort)  wird  die  Endung  „-id“ angehängt (z.B. Chlorid). Auf diesem Weg werden binäre Verbindungen aus einem Metall und Nichtmetall bezeichnet, beispielsweise NaCl = Natriumchlorid 


Benennung binärer Verbindungen (Typ: AB)

Wie vielleicht bereits bekannt ist, wird in einer chemischen Formel (einer anorganischen Verbindung) das Element(symbol) zuerst geschrieben, das die geringere Elektronegativität hat (der Wert für die Elektronegativität kann aus dem Periodensystem abgelesen werden). Genauso ist es bei der Bezeichnung einer binären anorganischen Verbindung. Erst wird das Element mit der geringeren Elektronegativität genannt, dann folgt das elektronegativere Element(symbol). An die Endung des Elementnamens (des elektronegativeren Elements) wird (wie auch bei den Salzen) die Endung -id angefügt.

Achtung - Ausnahmen : Nicht bei allen Elementen, die in einer binären Verbindung an zweiter Stelle stehen, gilt die Regel "Elementnamen"+"id"
 
  •    - carbid  =  Verbindung mit Kohlenstoff (von lat. Carboneum) 
  •    - hydrid  =  Verbindung mit Wasserstoff (von lat. Hydrogenium)
  •    - nitrid    =  Verbindung mit Stickstoff
  •    - oxid     =  Verbindung mit Sauerstoff (von lat. Oxygenium)
  •    - sulfid    =  Verbindung mit Schwefel (von lat. Sulfur)


Beispiele: MgO = Magnesiumoxid
               NaF  = Natriumfluorid


Benennung binärer Verbindungen (Typ: AxBy)

Nun kannn es sein, dass eine binäre Verbindung zwar aus zwei Atomsorten besteht, aber eine Atomsorte in der binären Verbindung vorkommt, wird die Zahl der in der Verbindung enthalten Atome (einer Atomsorte) durch die Vorsilben  –mono, -di, -tri ... angegeben

In einer Verbindung werden die Symbole aller in der Verbindung enthaltenen Elemente und deren Anzahl angegeben. Die Anzahl der einzelnen Atome wird dabei durch eine kleine, tiefergestellte Zahl hinter dem Symbol (Index ) angegeben, z.B H2O. Die systematische Benennung von binären Verbindungen ergibt sich aus den Namen der beteiligten Elementen, unter Verwendung von Zahlwörtern, die nach dem jeweiligen Element stehen. 

Wichtig: Bei der ausgeschriebenen Formel erfolgt die Angabe der Anzahl der Atome hinter dem Element, z.B. H2O (die Verbindung enthält zwei Wasserstoffatome). Beim Aussprechen der Verbindung erfolgt die Angabe der Anzahl der Elemente vor dem Elementnamen, z.B. Diwasserstoff monooxid.

Zahlwörter : 
 

  • Mono-      =          1
  • Di-            =          2
  • Tri-           =          3
  • Tetra-       =          4
  • Penta-       =         5
  • Hexa-        =         6
  • Hepta-      =          7
  • Okta-        =         8
  • Nona-       =          9
  • Deka-       =        10

Beispiele:  MgF2 : Die Verbindung besteht aus einem Magnesiumatom und zwei (!) Fluoratomen (die Anzahl der Atome steht  immer hinter dem Elementsymbol). Damit heisst die Verbindung: Magnesiumdifluorid.


Hinweise bei der Benennung von binären Salzen (für besonders Interessierte)

Ein Vorgriff auf die Lerninhalte der fortgeschrittenen Chemie. Hier wird die Bezeichnung von anorganischen, binären Salzen nochmals präzisiert. So wird zwischen dem Namen des Metalls und dem Nichtmetall in Klammern noch die Oxidationsstufe des Metalls in der Verbindung (mit römischen Ziffern) eingefügt. Diese zusätzliche Kennzeichnung ist bei allen Metallnamen (in Salzen) notwendig,  die in verschiedenen Oxidationsstufen vorkommen und sind alle Metalle mit Ausnahme der Alkali- und Erdalkalimetalle. 

Beispiel: FeO = Eisen(II)oxid