Schrift größer | Schrift kleiner
Suchfunktion

 
 

Navigation

Die zweite Regel von Mendel 

Allgemeines:

Die Grundlage der Genetik im Biologieunterricht stellen die sogenannten Mendel-Regeln. Die Mendel-Regel (insgesamt drei Regeln) geben die "Gesetzmäßigkeiten" bei der Vererbung von Genen wieder (siehe hierzu auch Kapitel: Grundlage der Mendel-Regeln)


Die zweite Mendelsche Regel ("Aufspaltungsregel")

Die zweite Mendelsche Regel ist eine Fortführung der ersten Mendelschen Regel. Diese Regel entstand, als Mendel die Nachkommen (F1-Generation einer reinrassigen Elterngeneration) miteinander kreuzte. Dabei beobachtete er die Merkmalsausprägung in der F2-Generation und stellte fest, dass es bei den Merkmalsausprägungen Gesetzmäßigkeiten gibt (die Merkmale treten in bestimmten Zahlenverhältnissen auf).

Um die 2. Mendelsche Regel zu verstehen bzw. anzuwenden, solle noch einmal die 1. Mendelsche Regel wiederholt werden. Bei der 1. Mendelschen Regel wird die Vererbung (eines Merkmals z.B. rote oder weiße Blüte) von Eltern auf die Kinder untersucht (F1-Generation). 

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:  

  • Bei einem dominant-rezessivem Erbgang setzt sich ein Merkmal durch (F1-Generation weist nur ein Merkmal auf)
  • Beim intermediären Erbgang setzt sich kein Merkmal durch, es entsteht eine Mischung aus beiden Merkmalen (F1-Generation weist auch hier nur ein Merkmal auf)

Die 2. Mendelsche Regel befasst sich mit der F2-Generation, den Nachkommen der F1-Generation bzw Enkel der Elterngeneration. Dazu wird die F1-Generation gekreuzt.

Auch bei dieser Regel gibt es zwei Möglichkeiten:
 

  • Dominant-rezessivem Erbgang: Bei dieser Art des Erbganges ist ein Viertel der F2-Individuen reinerbig mit zwei rezessiven Erbanlagen und zeigen eine entsprechende Merkmalsausprägung. Die anderen drei Viertel der F2- Generation weisen eine Ausprägung wie reinerbige Individuen mit zwei dominanten Erbanlagen. Diese drei Viertel setzen sich zusammen aus reinerbigen (ein Viertel) und mischerbigen (zwei Viertel) Individuen. 
Beispiel: Die F1-Generation weisen bei Blüten die Erbinformationen für weiß und rot auf. Nun kann die Erbinformation rot-rot vererbt werden, daraus entsteht eine rote Blüte (da rot als dominant angenommen wird). Es kann rot-weiß vererbt werden, dabei entsteht auch rot. Wird hingegen die Erbinformation weiß-weiß vererbt, entsteht eine weiße Blüte. 
 
                                  
 
  • Intermediäre Vererbung: Die F1-Generation weisen Erbinformationen für weiße und rote Blüten auf. Die F2-Generation kann dann eine weiße, rote oder rosa (Mischfarbe aus rot und weiß) Blüte haben, da hier weder rot noch weiß als dominant angesehen werden. Bei der Vererbung von der F1 auf F2-Generation gibt es folgende Möglichkeiten: 
Die F2-Generation erhält von der F1-Generation (von beiden Eltern) die Erbinformation "rot", dann hat auch der Nachkomme eine rote Blüte. Andererseits kann die Erbinformation rot und weiß vererbt werden, bei diesem intermediären Erbgang entsteht dann eine Mischungsfarbe aus rot und weiß (rosa). Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, dass zweimal die Erbinformation weiß vererbt wird, dann entsteht auch ein Nachkomme mit weißer Blüte.

                                      


Zusammenfassung der zweiten Mendelschen Regel

Die zweite Mendelsche Regel beschreibt die Vererbung eines Merkmals von einer F1-Generation auf eine F2-Generation. Hierbei treten bei der F-Generation die Merkmale in einem bestimmten Zahlenverhältnis auf:

Bei einem dominant-rezessiven Erbgang taucht der Phänotyp (Merkmalsausprägung) in der F2-Generation im Verhältnis 3  : 1 (weiße), der Genotyp zeigt ein Verhältnis von 1 : 2 : 1

Bei einem intermediären Erbgang taucht der Phänotyp und Genotyp in einem Verhältnis von 1 (homozygot, Merkmal 1) : 1 (heterozygot, Merkmal 1+2) : 1 (homozygot, Merkmal 2)

Handelt es sich um einen dominant-rezessiven Erbgang weisen 3/4 der F2-Generation das Merkmal des dominanten Gens auf. Jeder Nachkomme in der F-Generation, der mindestens ein dominantes Gen zeigt, besitzt dieses Merkmal. 1/4 der F2-Generation weisen das Merkmal des rezessiven Gens auf. Zu diesem Genotyp kommt es, wenn es zur Kombination zweier rezessiver Gene kommt.






.