Künstliche Intelligenz (KI) ist heute aus dem Alltag vieler Schüler und Studenten nicht mehr wegzudenken. Die praktischen Helfer, allen voran ChatGPT und Gemini, beantworten Fragen und helfen beim zügigen Erstellen von Lernplänen. Aber kann KI dir eigentlich auch bei deiner eigenen Kreativität helfen und beispielsweise Schreibblockaden lösen? Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Möglichkeiten durch KI und gibt praktische Tipps, wie du damit deine Kreativität fördern kannst. Es gibt aber ebenso einige Risiken zu beachten, so kann eine unvorsichtige Nutzung zu Plagiat führen – dazu später mehr.

Künstliche Intelligenz (KI) im Schulalltag
Experten sind geteilter Meinung, ob und wie KI sich zum Lösen von Schreibblockaden einsetzen lässt. Kritiker warnen, dass alle KI-Helfer an vorhandenem Material trainiert wurden und lediglich eine Durchschnittsmeinung wiedergeben. Manche sprechen beim Thema sogar von gestohlenen Inhalten und maschinellem Plagiarismus ohne eigene Kreativität.
Doch es gibt auch andere Meinungen. So verwenden einige Autoren KI, um ihre Gedanken und Ideen zu visualisieren und daraus Rückschlüsse zu ziehen. Andere gehen hingegen in eine aktive Diskussion mit ihrem KI-Helfer, was ihren Horizont um eine weitere (maschinelle) Ansicht erweitert. Das hilft ihnen bei der eigenen Kreativität und liefert neue Ideen.
Am Ende hängt es vor allem von der individuellen Person ab, ob ein KI-Helfer auch bei einer Schreibblockade helfen kann. Eine allgemeingültige Antwort gibt es also nicht. Vieles hängt davon ab, wie du mit der Technologie umgehst und welche Rückschlüsse du daraus ziehst.
Künstliche Intelligenz ist in der Lage, viele verschiedene Aufgaben zu übernehmen und dich beim Schreiben von Texten über den ganzen Prozess hinweg zu begleiten. Insbesondere bei den vier nachfolgenden Punkten kann KI sich dabei als praktischer Helfer erweisen.
Am Anfang eines jeden neuen Textes steht zunächst einmal die Ideenfindung. Gute Ideen sind sprichwörtlich Gold wert, und genau hier kann KI dir bei richtiger Anwendung helfen. Sie listet innerhalb von Sekunden zahlreiche mögliche Themen auf, die du für deinen Text verwenden kannst. Oder du nutzt den ersten Output als Inspiration zur eigenen Verfeinerung.
Aber es gilt hier ein wenig Vorsicht walten zu lassen. Insbesondere bei breiten Themengebieten neigt KI dazu, dir und allen anderen die gleichen zehn Themen aufzulisten. Das bedeutet, je spezifischer du deine Anfrage gestalten kannst, desto einzigartiger werden die Vorschläge. Es kann ebenfalls sinnvoll sein, zwei oder mehrere Themen miteinander zu kombinieren.
Ein guter Text folgt immer einer logischen Gliederung. In diesem Gebiet kann ein KI-Helfer noch besser seine Stärken ausspielen. Im Idealfall hast du bereits eine ungefähre Vorstellung davon, wie lang dein Text werden soll. Denn anhand dieser Information kann die KI besser abschätzen, wie viele Zwischenüberschriften bzw. Abschnitte als ideal gelten.
Nebenbei erhältst du dadurch praktische Anlaufstellen für die weiteren Inhalte deines Textes. Eine erste Struktur kann auf diese Art also auch beim Lösen von Schreibblockaden helfen. Prüfe das Ergebnis und mache individuelle Anpassungen, die du als sinnvoll erachtest. Das trägt zu einer persönlichen Note bei und fördert deine eigene Kreativität.
Der Anfang eines jeden Satzes oder Abschnitts ist häufig der schwierigste Aspekt. Man weiß einfach nicht, wie man starten oder sich ausdrücken soll. KI kann dir auf Wunsch erste Ideen, alternative Wörter oder Synonyme liefern, die du zur Inspiration verwenden kannst. Der Vorteil gegenüber einem klassischen Synonymwörterbuch: KI liefert Vorschläge mit mehr Kontext.
Ein Risiko gibt es hier aber ebenfalls zu beachten. KI-Helfer neigen dazu, einen übermäßig professionellen Ton anzuschlagen und immer wieder die gleichen Wörter zu verwenden, viel häufiger als ein menschlicher Autor. Dadurch kann ein Text schnell leblos und mechanisch klingen. Achte also bei Formulierungshilfen auf deinen persönlichen Schreibstil.
Professionelle Autoren arbeiten in der Regel mit Editoren, die ihre Texte gegenlesen, auf ihre Logik prüfen und Verbesserungsvorschläge machen. Für Schüler und Studenten kann hingegen KI diese wichtige Funktion übernehmen. Sie dient als kostenloser Sparringspartner und liefert innerhalb kürzester Zeit praktische Vorschläge, die du in deinen Text einbauen kannst.
Achte aber darauf, dass speziell bei einer solchen Aufgabe, KI weiterhin zum Halluzinieren neigen kann. Das bedeutet, sie interpretiert teilweise Inhalte nicht richtig oder denkt sich Punkte aus, die es gar nicht im Text gibt. Dieses Problem kann sich mit steigender Textlänge verstärken, prüfe also jeden Verbesserungsvorschlag auf seine Richtigkeit.
Viele Schulen und Universitäten haben mittlerweile klare Vorgaben, wie KI eingesetzt werden darf. Ganze Sätze oder Abschnitte ohne Kennzeichnung zu übernehmen, gilt praktisch immer als Plagiat oder Betrugsversuch. Die oben beschriebenen Anwendungsfälle sind hingegen in der Regel erlaubt. Im Zweifel ist es aber besser, noch einmal nachzufragen.
Ein weiteres Problem ist die zunehmende Abhängigkeit von KI, die laut einer aktuellen Studie sogar die neuronale Aktivität im Gehirn senken kann. So hatten Probanden mit hoher KI-Abhängigkeit die größten Schwierigkeiten beim eigenen Verfassen und Wiedergeben von Texten. Der Einsatz von KI sollte also niemals die eigene Kreativität ersetzen.
Wer an der Universität oder in der Bibliothek das öffentliche WLAN nutzt, überträgt alle Daten ungeschützt. Jeder im gleichen Netzwerk kann also sehen, welche Seiten du besuchst und welche Daten du verschickst. Zudem können sich daraus sogar weitere IT-Sicherheitsrisiken ergeben. Die praktische Lösung für dieses Problem ist eine moderne VPN-App.
Die VPN-Bedeutung steht für virtuelles privates Netzwerk. Was auf den ersten Blick ein wenig kompliziert klingt, funktioniert ganz einfach. Eine VPN-App baut eine verschlüsselte Verbindung auf und schützt somit alle deine Übertragungen, sodass niemand mehr die Inhalte einsehen kann. Das steigert sowohl die Sicherheit als auch die Privatsphäre beim Nutzen von Online-Ressourcen.
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