Wie jedes Fach hat auch die Chemie eine spezielle Fachsprache, um (im Fall der Chemie) chemische Vorgänge -international- verständlich auszudrücken. Hierzu verwendet man die Reaktionsgleichung, wobei wir (in der Anorganischen Chemie) in der Regel Summenformeln verwenden, um die Ausgangsstoffe und Endstoffe zu beschreiben. Die Summenformel einer chemischen Verbindung gibt nicht nur die Anzahl der unterschiedlichen Atomarten an, sondern auch ein Mengenverhältnis, indem die Atomsorten zueinander stehen.

Summenformeln werden fast ausschließlich in der Anorganischen Chemie verwendet, während in der Organischen Chemie weitgehend Struktur bzw. Halbstrukturformeln verwendet werden verwendet. Dies liegt unter anderem daran, dass eine Summenformel keine Information liefert, wie die einzelnen Atome miteinander verknüpft sind.

Summenformel – die Grundlage zur Erstellung chemischer Reaktionsgleichungen

Wie eingangs erwähnt, dient die Summenformel dazu, -international- verständlich “chemische Verbindungen” in Reaktionsgleichungen zu verwenden. Die Summenformel einer Verbindung gibt dabei die Atomarten und die Anzahl der jeweiligen Atome an (bzw. das Verhältnis zueinander). Damit die Summenformel international verständlich ist, wird die Summenformel aus den international festgelegten Elementsymbolen aufgebaut. Dabei enthält die Summenformel alle Elementsymbole, deren Element in der Verbindung enthalten ist. Enthält eine Verbindung mehrere Atome einer Atomart, wird dies durch einen nachfolgenden tiefgestellten Index gekennzeichnet. Wichtig für das Erstellen der Summenformel: Die Anzahl der Atome einer Atomart steht als Index immer nach dem Elementsymbol (Hinweis: die Zahl “1” wird als Index nicht ausgeschrieben, da durch das Elementsymbol bereits gekennzeichnet ist, dass mind. ein Atom dieser Atomart in der Verbindung enthalten ist).

Beispiel:

Wasser besteht aus Wasserstoff und Sauerstoff (im Verhältnis 2 : 1). Daher ist die Summenformel für Wasser: H2O. Die Summenformel einer Verbindung können wir mit Hilfe der Wertig (bzw. Bindigkeit) ermitteln. Wasserstoff ist einbindung bzw. einwertig und Sauerstoff ist zweibinding bzw. zweiwertig (die Wertigkeit lässt sich aus der Stellung des Elements im Periodensystem ableiten)

Dies führt uns zu der nächsten Regel, in welcher Reihenfolge die Atomarten in einer Summenformel zu schreien sind. In der Anorganischen Chemie (bwi molekularen, nicht organischen Verbindungen) steht in der Regel erst das Element mit der niedrigeren Elektronegativität und dann folgt das Element mit der höheren Elektronegativität. Daher auch H2O und nicht OH2.

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