Stromstärke im verzweigten Stromkreis

Definitionsgemäß gibt die elektrische Stromstärke (Symbol I) an, wie viele elektrische Ladungen (in der Regel von Elektronen oder Ionen getragen) in einer bestimmten Zeit bewegt werden, also Maß für die Anzahl der an einer Stelle vorbeifließenden Elektronen pro Sekunde (Ladung pro Zeit).1A ~ 6,25*1018 Elektronen pro Sekunde.

Ein einfacher Stromkreis besteht aus einer Spannungsquelle und einem Verbraucher (über einen Leiter verbunden). Im unverzweigten Stromkreis gilt:

Die Stromstärke ist an allen Stellen des Stromkreises gleich groß:I1= I2 = … = IS .
Nun stellt sich die Frage, wie die Stromstärke sich in verzweigten Stromkreisen verhält:

Stromstärke im verzweigten Stromkreis

 

Stromstärke im verzweigten Stromkreis

Stromstärke im verzweigten Stromkreis

Bestimmen lassen sich die Stromstärken an den Verzweigungen mithilfe der 1. Kirchhoff Regel, die auch Knotenregel genannt wird.

 

Die 1. Kirchhoff Regel (Knotenregel)

 

Diese Knotenregel besagt, dass der Strom, der in einen Knoten fließt, muss genauso groß sein, wie der Strom, der raus fließt.


=> I = I1 + I2
Vorstellen kann man sich verzweigter Stromkreis am besten als einen Stromkreis, bei dem sich der Strom am Knoten aufteilt und durch verschiedene Verbraucher fließt.

Allgemein gilt:
Die Summe der Stromstärken in den parallel geschalteten Verbrauchern ist so groß wie die Stromstärke in der Quelle: I1+ I2 + ..  = IS .