Schrift größer | Schrift kleiner
Suchfunktion


 
 

Navigation

Energielieferanten der Zelle - Fette

Allgemeines:
Unter Stoffwechsel versteht man alle chemischen Prozesse im einem Organismus, der zur Umwandlung (Anabolismus, Katabolismus) von Stoffen führt. Der Stoffwechsel ist somit verantwortlich für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus. Einige der Stoffwechslreaktionen sind zwar auch im "Reagenzglas" möglich", die Kombination der miteinander vernetzen (Stoffwechsel-)Reaktionen ist aber nur innerhalb lebender Zellen möglich. Aus diesem Grund sollte auch betrachtet werden, wie Zellen die Energie und "Baumaterial" zur Verfügung gestellt wird, die die Zellen zur Aufrechterhaltung ihrer Funktionen benötigen. Im diesem Teil sollen Fette als Energielieferanten betrachtet werden, dabei kann man annehmen, dass 1g Fett 39 KJ für die Zelle verwertbare Energie erzeugt.
 

Aufbau von Fetten:
Fette sind eine Kombination aus Gycerinestern ("Glyceride") verschiedener Carbonsäuren (Fettsäuren). Die Fette sind daher aus zwei Arten von Molekülen aufgebaut. Einmal das Glycerin (Molekül aus 3 Kohlenstoffatomen mit je einer OH-Gruppe am Kohlenstoffatom) und den Fettsäuren, die mit ihrer Carboxyl-Gruppe (R-COOH) und der Hydroxyl-Gruppe (R-OH) von Glycerin einen Ester bilden (R-COO-R). Unterscheiden lassen sich diese Fettsäuren in gestättigte (keine Doppelbindung im Molekül) und ungesättigte Fettsäuren. Die ungesättigten Fettsäuren kann man nochmals unterteilen in einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. In nachfolgender Tabelle sind die wichtigsten Fettsäuren aufgelistet.

Weitere Verwendung von Fettsäuren:
Die in den Fetten enthaltenen Fettsäuren dienen aber nicht nur der Energielieferung für die Zellen, sondern dienen auch noch als "Material" zum Aufbau von Zellbestandtteilen, wie den Zellmembranen. Zum Aufbau dieser Membranen sind Fettsäuremoleküle mit mehreren Doppelbindungen nötig (merhfach ungesättigte Fettsäuren, die auch als essentielle Fettsäuren bezeichnet werden.
Warum sind diese ungesättigten Fettsäuren so wichtig?
Dazu muss man sich die Struktur der Kohlenstoffkette der Fettsäure betrachten. Gesättigte Fettsäuren -überwiegend aus tierischer Nahrung - sind geradlinige Kohlenstoffketten. Durch die Doppelbindung im Fettsäuremolekül entstehen "Knicke" (Cis/Trans-Isomerie) und dies führt zu einer höheren Flexibilität der Membran. Ebenfalls können durch diese Knicke Räume zwischen den Fettsäuremoleküle entstehen, durch die Teilchen transportiert werden können.
 

Zufuhr und Gesamtbedarf an Fettsäuren:
Wie bereits erwähnt erhalten wir Menschen aus tierischer Nahrung überwiegend gesättigte Fettsäure und aus pflanzlicher Nahrung ungesättigte Fettsäuren, die für Menschen und Säuetiere essentiell zum Aufbau von Zellbestandteilen sind. Nun stellt sich die Frage, was denn die optimale Zufuhrmenge an Fettsäuren bzw. Fetten ist. Auch hier kann man wieder keine Regel aufstellen, der die benötigte Menge an Fettsäuren von Alter und körperlicher Tätigkeit abhängt. Grob kann man aber annehmen, dass ein "normaler" Mensch ca. 1 g Fett pro 1 Kg Köpergewicht pro Tag benötigt, dabei sollte der Anteil von ungesättigten Fettsäuren (essentielle Fettsäuren) zwischen 10- und 30 g betragen.
Eine unzureichende Fettzufuhr macht sich im Gegensatz zu Kohlenhydraten erst nach einiger Zeit bemerkbar, da im Gegensatz zu Kohlenhydraten oder Proteinen der Köper Fett in fast unbegrenster Menge speichern kann.

.