Einteilung von Nebensätzen aufgrund ihrer Funktion

Gerade die Verwendung von zusammengesetzten Sätzen ist typisch für die deutsche Sprache. Diese zusammengesetzten Sätze (Satzgefüge) bestehen aus mindestens einem Hauptsatz und einem oder mehreren Nebensätzen. Einen Nebensatz erkennt man in der Regel immer daran, dass ein Nebensatz immer durch eine unterordnende Konjunktion oder ein Pronomen eingeleitet wird. Zudem findet man in der Regel in einem Nebensatz das Prädikat am Satzende und das Subjekt steht meistens hinter der Konjunktion.

In einem anderen Blog wurden die Einteilungen von Nebensätzen allgemein erläutert. In diesem Blog soll nun die Einteilung von Nebensätzen aufgrund ihrer Funktion erklärt werden.

Einteilung von Nebensätzen aufgrund ihrer Funktion:

Aufgrund ihrer Funktion in einem zusammengesetzten Satz werden Nebensätze eingeteilt, je nachdem für welches Satzglied sie stehen bzw. welche Funktion sie erfüllen. Daher teilt man Nebensätze in Subjekt-, Objekt- und Attribut-/Relativ-/Adverbialsätze ein. Die Adverbialsätze kann man wiederum in weitere Untergruppen einteilen: Temporal-, Kausal-,
Konditional-, Konsekutiv-, Konzessiv-, Final-, Modal- und Adversativsätze.

  1. Subjektsätze: Ein Subjektsatz ist ein Nebensatz, der an der Stelle eines Subjekts in einem Hauptsatz steht.
  2. Objektsätze: Objektsätze sind Nebensätze, die an der Stelle von Objekten in einem Hauptsatz stehen.
  3. Attribut-/Relativ-/Adverbialsätze: Attributsätze sind Nebensatz, die die Rolle eines Attributs in einem Satzgefüge übernehmen. Attributsätze werden mit Relativpronomen (z.B. der, welcher) oder Relativadverbien (z.B. wie, wo) eingeleitet. Attributsätze können aber auch durch Konjunktionen eingeleitet werden. Mit Attributsätzen wird ein Substantiv (Lebewesen oder Sache) des Hauptsatzes näher beschrieben. Relativsätze sind Nebensätze, die durch die Relativpronomen der, die, das, welcher, welche, welches eingeleitet werden.

Einteilung von Adverbialsätzen

  1. Temporalsätze: Temporalsätze sind Nebensätze, die Angaben zur Zeit machen. Temporalsätze werden in der Regel mit den Konjunktionen “bevor, bis, ehe, nachdem, seitdem, sobald, solange, während” eingeleitet.
  2. Kausalsätze: Kausalsätze sind Nebensätze, die den Grund für das im Hauptsatz genannte Geschehen näher erläutern. Kausalsätze werden in der Regel mit den Konjunktionen “da, weil” eingeleitet. In der hochdeutschen Sprache wird zwischen den beiden Konjunktionen unterschieden. So wird die Konjunktion “weil” bei wichtigen Gründen, die Konjunktion “da” hingegen bei allgemein bekannten Gründen verwendet.
  3. Konditionalsätze: Konditionalsätze sind Nebensätze, die die Bedingung nennen, damit die Aussage aus dem Hauptsatz auch eintritt. Konditionalsätze werden in der Regel mit den Konjunktionen “falls, sofern, wenn” eingeleitet.
  4. Konsekutivsätze: Konsekutivsätze sind Nebensätze, die die Folge eines Geschehens (das im Hauptsatz erwähnt wird) näher beschreiben. Konsekutivsätze werden in der Regel mit den Konjunktionen “dass, so dass, als dass, ohne dass” eingeleitet.
  5. Finalsätze: Finalsätze sind Nebensätze, die ein Motiv, Sinn oder Ziel des im
    Hauptsatz genannten Geschehens angeben. Finalsätze werden in der Regel mit der Konjunktion “damit” eingeleitet.
  6. Modalsätze: Modalsätze sind Nebensätze, die näher beschreiben, wie sich das im Hauptsatz genannte Geschehen vollzieht. Modalsätze werden in der Regel mit den Konjunktionen “indem, dadurch,…” eingeleitet.
  7. Adversativsätze: Adversativsätze sind Nebensätze, die im Gegensatz zu
    dem im Hauptsatz genannten Geschehen stehen. Adversativsätze werden in der Regel durch die Konjunktionen “anstelle, (an)statt dass, während” eingeleitet.
Autor: , Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2023