Farbtheorie nach Witt

Die Entwicklung und Gewinnung von Farbstoffen begann, also Witt seine Farbtheorie aufstellte und damit strukturelle Eigenschaften von Farbstoffen vorgegeben waren. Mit Hilfe der Farbtheorie nach Witt können so alle Farbstoffe in funktionale Einheiten aufgeteilt werden. Dies vereinfachte die Entwicklung und Gewinnung von künstlichen Farbstoffen. Auch wenn die Farbtheorie nach Witt im Laufe der Zeit erweitert wurde, hat sie immer noch Gültigkeit. Für einen Farbstoff sind heutzutage folgende strukturelle Einheiten notwendig:

  • Konjugiertes Pi-Elektronensystem
  • Substitutionsffekte durch Vorhandensein von Auxochromen

Farbtheorie nach Witt

Die Farbtheorie nach Witt geht bis ins 19. Jhd. zurück, wo erstmals strukturelle Bedingungen für einen Farbstoff postuliert wurden. Die Farbtheorie basiert darauf, dass Farbstoffe in zwei Strukturteile zerlegt werden können. Zum einen in das Chromophore (aus dem gr. chroma = Farbe, phorin = tragen), also sogenannten Farbträger, und zum anderen in das Auxochrom.

Das Chromophore ist wie der Name schon sagt der Farbträger des Farbstoffes. Dieser Strukturteil ist für jeden Farbstoff zwingen erforderlich. Bei jedem Farbstoff wird die Struktur der Chromophore durch Mehrfachbindungen gewährleistet (konjugiertes Doppelbindungssystem).

Auxochromo sind wie der Name schon sagt, Hilfen. Die Aufgaben der Auxochromo sind in der Regel (in Kombination mit dem Chromophor) eine Farbverstärkung bzw. verschiebung zu erreichen. Die Wirkung der Auxochromo beruht auf einem M-Effekt bzw. -M-Effekt.

Im Laufe der Zeit hat sich die Funktion der Auxochromo gewandelt. Auxochrome dienen nicht nur zur Änderung der Farberscheinung (Farbverschiebung), sondern haben auch Einfluss auf die (Wasser)löslichkeit eines Farbstoffes. So sind beispielsweise SO3H-Gruppen in einem Farbstoff nicht der Farbverschiebung wegen vorhanden, sondern um den Farbstoff wasserlöslich zu machen.

Autor: