Wahrnehmung von Reizen – Sinne und Sinnesorgane (Sek I)

In unserer Umwelt nehmen wir ständig Reize auf und orientieren uns so in unserer Umwelt. Die Informationen, die wir über „Reize“ erhalten, werden durch die Sinnesorgane in Informationen umgewandelt und über die Nervenbahnen zum Gehirn geleitet:

Zu jedem Zeitpunkt wirken Reize auf uns ein, die wir mit den Sinnesorganen wahrnehmen. Diese Sinnesorgane sind: Die Zunge und Nase, die Ohren, die Augen und die Haut. Bereits aus dieser Aufzählung zeigt sich, dass jedes Sinnesorgan nur einen bestimmten Reiz wahrnehmen bzw. erkennen kann. So hilft uns beispielsweise im Hellen unser „Sehsinn“ (mit Hilfe des Auges), im Dunkeln hingegen verlassen wir uns auf unseren „Tastsinn“ (mit Hilfe der Haut). Nicht nur diese Sinne, sondern auch der Geruchs- und Geschmackssinn, sowie der Hörsinn sind für uns wichtig, uns in unserer Umwelt zurechtzufinden.

Oberwohl die Sinne und ihre Wahrnehmung unterschiedlich ist, haben gemeinsam. das alle Sinnesorgane den aufgenommenen Reiz in Nervenimpulse umwandeln und über die Nervenbahnen ins Gehirn weiterleiten. Diese Informationen werden anschließend im Gehirn ausgewertet und der Mensch kann nun auf den Reiz, der von der Umwelt auf ihn einwirkt, entsprechend reagieren.

Sinne – Schmecken und Riechen

Für das Schmecken und Riechen hat der Mensch zwei verschiedene Sinnesorgane. Das Sinnesorgan „Zunge“ ist für das „Schmecken“ verantwortlich und das Sinnesorgan „Nase“ ist für die Wahrnehmung von Gerüchen verantwortlich.

Für den Geschmackssinn ist die „Zunge“ verantwortlich, der Mensch verfügt über kein anderes Sinnesorgan, dass einen „Geschmack“ wahrnehmen kann. Betrachten wir daher das Sinnesorgan „Zunge“ genauer. Dabei fallen uns auf der Zunge kleine „Gebilde“ auf, die als Geschmackspapillen bezeichnet werden. Jede Papille ist dabei von einer Vertiefung umgeben, an dessen „Wänden“ sich die Geschmacksknospen befinden. Diese Geschmacksknospen enthalten die Zellen, die Geschmacksreize wahrnehmen und als Nervenimpulse an das Gehirn melden.

Für den Riechsinn ist die „Nase“ verantwortlich. Bei der Nase werden die „Sinneszellen“ durch das sogenannte Riechfeld ausgebildet (= Nasenschleimhaut). Diese Nasenschleimhaut enthält die Riechsinneszellen. Wie auch bei den Geschmacksknospen geben die Riechsinneszellen die aufgenommenen Reize als Nervenimpulse an das Gehirn weiter

Die Haut als Sinnesorgan

Die menschliche Haut als Sinnesorgan kann verschiedene Reize wahrnehmen. Mit den entsprechenden Sinneszellen in der Haut können wir Temperatur und Druck wahrnehmen.

Betrachten wir dazu den Grobaufbau der Haut. Die oberste Schicht der Haut ist die sogenannte Hornschicht der Oberhaut. Diese schützt die Haut vor Verletzungen und auch vor dem Austrocknen. Damit der Schutz dieser Hornschicht bestehen bleibt, sondern die Talgdrüsen ständig Stoffe ab, um die Schutzschicht der Hornschicht zu sichern. Unter der Hornschicht befindet sich die Keimschicht, die ständig neue Hautzellen nachbildet. Diese Hautzellen ersetzen immer die sich ablösenden abgestorbenen Hautzellen in der Hornschicht.

In der darunter liegenden Lederhaut befinden sich die sogenannten „Sinneskörperchen“. Mit diesen Sinneskörperchen können wir Berührungen auf der Haut wahrnehmen. Mit den Sinneskörperchen können aber auch Temperaturempfindungen wahrgenommen werden. Alle Reize, die durch die Sinneskörperchen wahrgenommen werden, werden wie auch bei den anderen Sinnesorganen in Nervenimpulse umgewandelt und über die Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet.

Das Auge als Sinnesorgan

Wenn auf uns Lichtstrahlen einwirken, können wir diese wahrnehmen. Dabei fallen die Lichtstrahlen durch die Hornhaut des Auges und die Pupille in das Auge (je nach Lichtintensität regelt die Iris den Lichteinfall, bei hoher Lichtintensität zieht sich die Pupille zusammen). Hinter der Pupille befindet sich die sogenannte Augenlinse. Diese Augenlinse ist verantwortlich dafür, dass der Lichtstrahl bzw. der wahrgenommene Gegenstand auf der Netzhaut auch als scharfes Bild wahrgenommen wird (Verweis auf die entsprechenden Gesetze der Optik). Die auf der Netzhaut erzeugte Abbildung wird von lichtempfindlichen Sinneszellen wahrgenommen und in Nervenimpulse umgewandelt und über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet. Wichtig: Das auf der Netzhaut erzeugte „Bild“ steht auf dem Kopf, erst das Gehirn „sorgt“ dafür, dass wir das Bild „richtig“ wahrnehmen