Allergene im menschlichen Körper

Antigene, Allergene und Allergie im menschlichen Körper

Dringen Krankheitserreger bzw. Fremdkörper in den menschlichen Organismus ein, kann unser Immunsystem diese “Fremdkörper” aufgrund der chemischen Struktur erkennen. Diese Fremdkörper bzw. Krankheitserreger, die auch vom Immunsystem so erkannt werden, nennt man Antigene. Diese Antigene lösen nun (durch das Immunsystem) eine Abwehrreaktion aus.

Je nach Art des Antigens beginnt das Immunsystem mit der Abwehrreaktion, diese Reaktion (auch von Mensch zu Mensch) unterschiedlich ausfallen. Genauso ist es mit Allergenen, hierbei handelt es sich auch um Stoffe, die das Immunsystem als Fremdkörper erkennt (Allergene sind eine Unterklasse der Antigene). Anders als bei Antigenen löst die Abwehrreaktion bei “empfindlichen” Menschen eine Immunabwehr aus, die eine allergische Reaktion hervorruft.

Daher kann jeder Stoff mit Polypeptidketten (Eiweiß) für einen Menschen zum Allergen werden. Bei einem Menschen (ohne Allergie) löst dieser Stoff (der als Fremdkörper erkannt wird) eine Immunabwehr gegen das Antigen aus. Es kommt zu keiner allergischen Reaktion. Kommt es aber durch die Abwehrreaktion des Antigens zu einer “Über-“Reaktionen des Immunsystems, wird dieses Antigen auch als Allergene bezeichnet. Die Mehrheit der Allergene (über 90 %) sind für den menschlichen Körper ungefährlich, lösen aber (durch das Immunsystem) oft “heftige” und teils schmerzhafte  Reaktion aus. Allergene befinden sich überall in unserer Umwelt, so können Allergene als Pollen von Pflanzen stammen, aber auch von Tieren (z.B. Bienengift). Hinweis: nicht nur “organische Verbindungen” können allergische Reaktionen auslösen, so können auch Metalle (Nickel oder Quecksilber) allergische Reaktion auslösen. Unter einer Allergie bzw. allergischen Reaktion versteht man daher die Reaktion des Immunsystems auf das Allergene (bzw. Antikörper-Allergen-Komplex). Nachweisen lassen sich Allergene beispielsweise mit einem ELISA-basierten Testsystem.

Die allergische Reaktion

Dringt ein Fremdkörper in den menschlichen Körper ein, wird dieser vom Immunsystem erkannt und eine Immunabwehr begonnen (der Fremdkörper ist ein Antigen). Kommt es nun im Rahmen der Immunabwehr zu einer “Überreaktion” des Immunsystems, sprechen wir bei diesem Antigen von einem Allergen. Abhängig nun, wie das Immunsystem auf das Allergen reagiert, können vier Allergietypen unterschieden werden.

Im Rahmen des Biologieunterrichts wird (nur) die Typ-I-Allergie betrachtet (dies liegt auch daran, dass über 90 % der Allergien dem Typ I zuzurechnen sind). Dazu befassen wir uns (als kurze Wiederholung) mit der Immunabwehr. Das Antigen bzw. Allergen bewirkt, dass im menschlichen Körper ein Antikörper (gegen den Antikörper) produziert wird. Nun gibt es im menschlichen Körper unterschiedliche Antikörper (werden auch als Immunglobuline bezeichnet). Das Immunglobulin E wird (wie alle Immunglobuline in den Plasmazellen gebildet) und kommt vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten vor. Im Gegensatz zu anderen Immunglobulinen lösen Immunglobuline E weitere Reaktionen aus, wenn sie mit einem Antigen zusammentreffen. Verbinden sich das Immunglobulin E mit dem entsprechenden Antigen, kommt es zur Bildung von Abwehrstoffen wie Histamin. Durch die Freisetzung von Abwehrstoffen können im menschlichen Körper Allergien oder allergische Reaktionen ausgelöst werden

Unter den Typ-I fallen Allergene wie Pollen, Milbencode, und Bienengift. Das Immunsystem bildet dabei Immunglobulin E gegen das Allergen, wobei ein Antikörper-Antigen-Komplex entsteht (das Antigen ist damit unschädlich für den Körper) und Abwehrstoffe wie Histamin freigesetzt werden. Die Freisetzung von Histamin löst aber typische allergische Symptome wie Schwellungen der Haut oder Schleimhäute aus.

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