Entstehung einer Mondfinsternis (Niveau Sek 1)

Der Mond kreist um die Erde knapp innerhalb eines Monates. Dabei nimmt der Mond auch eine Position ein, bei der Sonne-Erde-Mond auf einer (gedachten) Linie liegen. Dabei treffen die Sonnenstrahlen auf die Erde, wodurch die Erde einen Schatten auf den „dahinterliegenden“ Mond. Befindet sich der Mond in diesem Schatten (dem sogenannten Kernschatten), so beobachten wir von der (der Sonne abgewandten) Erdseite eine Mondfinsternis

Entstehung einer Mondfinsternis

Wie eingangs beschrieben, kann eine Mondfinsternis auftreten, wenn Sonne-Erde-Mond sich auf einer Linie befinden. Dies ist bei Vollmond der Fall, die Erde befindet sich zwischen der Sonne und dem Mond (siehe nachfolgende Abbildung)

Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis wird dadurch ermöglicht, dass der Mond selbst nicht leuchtet. Wir können den Mond von der Erde aus sehen, da der Mond von der Sonne angestrahlt wird. Befindet sich aber die Erde zwischen Sonne und Mond, treffen keine Sonnenstrahlen auf die Mondoberfläche (die Erde „lässt“ keine Sonnenstrahlen durch), der Mond  befindet sich im Erdschatten, dieser Schatten wir auch Kernschatten bezeichnet.

Arten einer Mondfinsternis

Je nachdem wie der Mond durch den Kernschatten der Erde „wandert“, gibt es drei Arten einer Mondfinsternis: die totale Mondfinsternis, die partielle Mondfinsternis und die Halbschattenfinsternis.

  • Eine totale Mondfinsternis beobachten wir, wenn der Kernschatten der Erde auf die von der Erde ganze sichtbare Mondseite „fällt (wie in der Abbildung gezeigt).
Totale Sonnenfinsternis
  • Trifft der Kernschatten der Erde nur auf einen Teil der Mondfläche, die der Erde zugewandt ist, sprechen wird von einer partiellen Mondfinsternis. Dabei tritt der Mond nur teilweise in den Schatten der Erde, wodurch ein Teil des Mondes im „Schatten“ liegt und wir diesen Teil nicht sehen können, während der andere Teil von der Sonne angestrahlt wird und für uns sichtbar bleibt.
  • Bei einer Halbschattenfinsternis ist der Mond nicht komplett im Schatten. Bei dieser Art von Mondfinsternis befindet sich der Mond nicht direkt hinter der Erde, so dass Sonnenstrahlen den Mond noch treffen. Bei einer Halbschattenfinsternis wird der Mond dabei nicht vom Kernschatten der Erde getroffen, sondern nur vom Halbschatten, der den Kernschatten umgibt. Dieses Phänomen wird auch „grauer Mond“ genannt

 

Halbschattenfinsternis

Wie oft tritt eine Mondfinsternis auf?

Eine (totale) Mondfinsternis ist nur bei Nacht beobachtbar und nur wenn Sonne-Erde-Mond sich in einer (gedachten) Linie befinden.  Dies wäre bei der Mondphase „Vollmond“ möglich. Der Mond kreist in einer Umlaufbahn knapp innerhalb eines Monates um die Erde. Daher gibt es einmal im Monat die Mondphase „Vollmond“. Da also Mondfinsternis nur bei Vollmond auftritt, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond liegt, könnte theoretisch 12 mal pro Jahr eine Mondfinsternis geben.

Aber wir beobachten nur 1 bis 2 mal eine Mondfinsternis pro Jahr. Dies liegt daran, dass die Umlaufbahn des Mondes, der die Erde umkreist ist, gegenüber der Erdbahn (auf der die Erde die Sonne umkreist) leicht geneigt (ca. 5°). Durch diese Neigung wandert der Mond bei Vollmond überwiegend oberhalb oder unterhalb des Erdschattens, wodurch keine Mondfinsternis eintritt.
Tritt eine Mondfinsternis auf, dauert diese einige Minuten und teilweise ist eine Mondfinsternis (wie die partielle Mondfinsternis) nicht an allen Orten auf der Erde sichtbar.

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