Supersäuren – spezielle Formen von Säuren

Neben den bisher beschriebenen (wässrigen) Säuren gibt es auch noch Säuren, deren Acidität in wasserfreiem Zustand um mehrere Zehnerpotenzen größer ist, als wässrige Säuren. Diese (wasserfreien) Säuren bezeichnet man auch Supersäuren. Für diese Supersäuren ist die normale pH-Skala von 0 – 14 nicht mehr geeignet.

Supersäuren:

Alle Supersäuren sind stärker als konzentrierte Schwefelsäure (pKs-Wert = -3,9) und haben somit einen pKs-Wert im negativen Bereich. Daher ist die normale pH-Skala nicht mehr geeignet, weshalb zur Beschreibung der Säurestärke von Supersäuren die sogenannte Hammettsche Aciditätsfunktion verwendet wird.

Supersäuren sind durch ihrer Säurestärke in der Lage, Stoffe zu protonieren, die mit normalen Säuren nicht möglich sind.  Die ist aber nur in wasserfreien Reaktionssystemen möglich. In einer wässrigen Lösung ist es nicht möglich, das Vorliegen einer Supersäure eine und einer „normale“ Säure zu unterscheiden.

Aciditätsskala:

Zur Angabe der Säurestärke wird die Hammettsche Aciditätsfunktion verwendet

Beispiele für Supersäuren:

Supersäuren sind im allgemeinen Gemische, die aus einer sehr starken Brönsted-Säure und einer starken Lewis-Säure bestehen

  • Fluorsulfonsäure HSO3F
  • Fluor-Antimonsäure HSbF6 bzw. HF/SbF5



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